Selbsttest: Werde ich von meiner Führungskraft gemobbt?
Bossing – also Mobbing durch Vorgesetzte – beginnt oft schleichend. Viele Betroffene fragen sich lange: „Bilde ich mir das nur ein, oder ist das, was mir passiert, wirklich systematisch?“ Genau hier setzt dieser Selbsttest an. Er hilft Ihnen, Ihr Erleben am Arbeitsplatz zu strukturieren und einzuordnen, ob Ihre Situation Merkmale von Bossing aufweist.
So funktioniert der Test
Gehen Sie die folgenden 45 Aussagen durch. Kreuzen Sie „Trifft zu“ an, wenn Sie die Handlung erleben. Kreuzen Sie zusätzlich an, ob die Handlung mindestens einmal pro Woche vorkommt und ob Sie sie seit mindestens sechs Monaten erleben. Die Auswertung finden Sie am Ende des Dokuments.
Selbsttest bei Bossing
Dieser Selbsttest hilft Ihnen, wiederkehrende belastende Verhaltensweisen einer Führungskraft besser einzuordnen. Er umfasst 45 Aussagen sowie zwei Zusatzfragen zu Häufigkeit und Dauer.
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Kommunikation
Soziale Beziehungen
Ansehen
Berufs- und Lebenssituation
Gesundheit und Sicherheit
Wenn Sie sich in akuter Gefahr befinden, wählen Sie den Notruf (Schweiz: 117 Polizei, 144 Sanität, 112 europäischer Notruf).
Häufigkeit und Dauer
Dieser Selbsttest dient der ersten Orientierung. Er ersetzt keine rechtliche, medizinische oder psychologische Beratung.

Die Arbeit von Heinz Leymann
Der deutsch-schwedische Psychologe und Arbeitswissenschaftler Heinz Leymann (1932–1999) gilt als Pionier der Mobbing-Forschung. In den 1980er-Jahren untersuchte er in Schweden systematisch Psychoterror am Arbeitsplatz und prägte den Begriff „Mobbing“ für die Arbeitswelt. Leymann erkannte, dass es sich bei Mobbing nicht um einzelne Konflikte handelt, sondern um einen systematischen Prozess feindseliger Handlungen, der Betroffene über Monate hinweg zermürbt und krank machen kann.
Aus seiner Forschung entwickelte er das LIPT (Leymann Inventory of Psychological Terrorization) – einen Katalog von 45 typischen Mobbing-Handlungen, gegliedert in fünf Bereiche. Nach Leymanns Definition liegt Mobbing vor, wenn mindestens eine dieser Handlungen über mindestens sechs Monate hinweg mindestens einmal pro Woche auftritt.
Wir haben den Fragenkatalog an die besondere Situation des Bossings angepasst: Alle Handlungen sind aus der Perspektive des Verhaltens Ihrer Führungskraft formuliert. Das ist wichtig, denn beim Bossing kommt das Machtgefälle hinzu – die Person, die Sie schikaniert, entscheidet zugleich über Ihre Aufgaben, Ihre Beurteilung und oft über Ihre berufliche Zukunft.
